Parietale Osteopathie (Autor www.iao.be)




Osteopathie kann angewendet werden bei:

Erwachsene mit (bestimmten):

Beschwerden in Schulter, Ellenbogen, Handgelenk, Becken, Hüfte, Knie und Fuß

akuten und chronischen Rücken- und Halsschmerzen

rheumatischen Erkrankungen

Skoliose

ausstrahlenden Schmerzen

Bewegungseinschränkungen

Sportverletzungen, Schleudertrauma, Sehnenentzündungen

verschiedenen Arten von Kopfschmerzen

Sinusitis

Krämpfen

Stressinkontinenz

Atmungsproblemen wie Asthma oder CARA

Magenbeschwerden, Übelkeit, Reflux, brennendem Gefühl

chronischer Ermüdung

Restbeschwerden nach Operationen

Herzklopfen

Ohrensausen

Schluckbeschwerden

Kieferproblemen

Ermüdung

Stress

Menstruationsbeschwerden

postnatalen Beschwerden

Gesichtsschmerzen

schlafenden Beinen, Prickeln in den Beinen

Darmbeschwerden

posttraumatischen Beschwerden

Prävention

Sportler (Amateure und Profis).

akuten und chronische Sportverletzungen

Prävention von Sportverletzungen

posttraumatische Beschwerden

Gestaltung optimaler Trainingspläne

Ernährungsratschläge

Prävention und Widerstandserhöhung



Dr. A.T. Still, Gründer der Osteopathie

 



Osteopathische Prinzipien

Das erste Prinzip: Struktur und Funktion bedingen einander.

Das zweite Prinzip: Der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte und Eigenregulationsmechanismen.

Das dritte Prinzip: Der Körper ist eine Einheit aus Körper, Geist und Seele.

Das vierte Prinzip: Der ungestörte Fluss der Gewebeflüssigkeiten.

Das fünfte Prinzip: Der Patient, nicht die Krankheit.

Das autonome Nervensystem bildet in der osteopathischen Sichtweise eine zentrale Achse.

Leben ist Bewegung: Willkürliche sowie unwillkürliche Bewegung in Geweben und Flüssigkeiten trägt zum optimal Funktionieren des Körpers und seiner Anpassungsfähigkeit bei.

Zu jedem Krankheitsprozess gehört eine körperliche Komponente.



3 Systeme der osteopathischen Therapie

Die Osteopathie lässt sich sich innerhalb der Diagnose und Therapie in drei Bereiche unterteilen:
Das parietale System: Es beschreibt den Halte- und Stützapparat des Körpers mit dem muskulo-skelettalen System und die dazugehörigen Bänder und bindegewebigen Muskelhüllen.
Das viszerale System: Es umfasst alle wichtigen Organe im Brustkorb, Bauch und Becken mit den anhängigen Gefäßen, Nerven und bindegewebigen Organhüllen.
Das cranio-sakrale System: Schliesst den Schädel mit seinen Verbindungen aus Schädelnähten, Hirnhäuten und Membranen ein. Des weiteren das Kreuzbein und den Rückenmarkskanal mit seinen bindegewebigen Umhüllungen.

Diese drei Systeme lassen sich nicht isoliert voneinander betrachten, sondern weisen aufgrund ihrer funktionellen und anatomischen Gemeinsamkeiten zahlreiche Überlappungen auf.

Wissenschaft, Philosophie und Kunst

Die Osteopathie ist zugleich eine Philosophie, eine Wissenschaft und eine Kunst. Ihre Philosophie beinhaltet das Konzept von der Einheit von Struktur und Funktion des Organismus im gesunden wie im kranken Zustand. Als Wissenschaft umfaßt sie Biologie, Chemie und Physik im Dienst der Gesundheit sowie der Prävention, der Heilung und der Linderung von Krankheiten. Ihre Kunst besteht in der Anwendung dieser Philosophie und Wissenschaft in der Praxis.
(H. M. Wright, Perspectives in Osteopathic Medicine. Kirksville College of Osteopathic Medicine, Kirksville 1976)

Diese Definition der Osteopathie gilt bis heute. Damit sie dem hohen Anspruch gerecht werden können, brauchen Osteopathen umfassende medizinische Kenntnisse, vor allem in der Anatomie und Physiologie. Sie müssen sich aber auch die speziellen diagnostischen und therapeutischen Verfahren der Osteopathie aneignen, die philosophischen und konzeptionellen Grundlagen ihres Berufs kennen und sie brauchen sensible Hände, die mit dem Körper eines Menschen \\"sprechen\\\" können.



Geschichte der Osteopathie

Die Osteopathie wurde vor rund 120 Jahren von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) begründet. Dieser außergewöhnliche Mann begann mit seiner Suche nach einer neuen, ganzheitlichen Art der Therapie, weil er von der Medizin seiner Zeit tief enttäuscht war. Seine erste Frau und sechs seiner Kinder starben an Infektionen, die sie bei richtiger Behandlung hätten überleben können.

Durch jahrelanges Forschen hatte Still erkannt, daß der Mensch in Gesundheit und Krankheit als Einheit reagiert. Er wußte Bescheid über die Wechselwirkungen der Organsysteme und kannte die Naturgesetze. Auf dieser Grundlage entwickelte er ein ganzheitliches Behandlungskonzept. Die Behandlung erfolgte von Anfang an ausschließlich mit den Händen.
Still stellte fest, daß jede Behinderung nervaler und vaskulärer Strukturen und jede Bewegungseinschränkung und erhöhte Spannung von Geweben, die Grundlage bildet für eine Krankheitsentstehung. Durch Auflösung dieser Störungen war er in der Lage, Funktionsstörungen auch in weiter entfernten Körperbereichen zu bessern oder ganz aufzulösen.

1892 gründete Still die \"American School of Osteopathy\" in Kirksville. Seit dieser Zeit entwickelt sich die Osteopathie ständig weiter. So weitete William Garner Sutherland die Prinzipien der Osteopathie auf den Schädel aus und gab der osteopathischen Lehre eine Vielzahl weiterer Impulse.

Der französische Osteopath Jean Pierre Barral begründete als einer der ersten in neuerer Zeit die wissenschaftliche Grundlage für die Behandlung der inneren Organe.

Die amerikanischen Osteopathen erreichten in langen Auseinandersetzungen die gesetzliche Anerkennung ihres Berufs und die Gleichstellung mit den Medizinern. Bereits 1917 brachte John Martin Littlejohn die Osteopathie nach Europa. 1951 entstand in Paris die Ecole Francaise dOsteopathie. Diese wanderte 1965 aufgrund staatlicher Repressalien nach England aus, wo sie vier Jahre später den Namen European School of Osteopathy (ESO) erhielt. In England ist die Osteopathie seit einigen Jahren als Hochschulstudium anerkannt.

Auch wenn die Osteopathie in Deutschland eine noch junge Therapiemethode darstellt, ist die Osteopathie also keine neue, vielleicht zweifelhafte Heilslehre, sondern ein ganzheitliches Verfahren auf einem soliden Fundament.




Kontakt


Druckbare Version